"Jeder Krieg ist erst dann zu Ende,

wenn der letzte gefallene Soldat

eine würdige letzte Ruhestätte hat"

Alexander Suworow

Russischer Feldmarschall

1729-1800

"... die engere Heimat vor den Terrorfliegern zu beschützen. Könntest Du Dir etwas Schöneres vorstellen?"

(Leutnant Hans Nagel schoß am 7. April 1945 nördlich von Hannover einen amerikanischen Bomber ab und rammte einen zweiten. Hierbei fand er den Tod.)

Die gezeigten Gräber oder Denkmäler habe ich persönlich besucht.

 

 

Auf ferner fremder Aue
Da liegt ein todter Soldat,
Ein ungezählter, vergess'ner,
Wie brav er gekämpft auch hat.

 

Es reiten viel Generale
Mit Kreuzen an ihm vorbei;
Denkt keiner, daß der da lieget,
Auch werth eines Kreuzleins sei.

 

Es ist um manchen Gefall'nen,
Viel Frag' und Jammer dort,
Doch für den armen Soldaten
Gibt's weder Thräne noch Wort. -

 

Doch ferne, wo er zu Hause,
Da sitzt, beim Abendroth,
Ein Vater voll banger Ahnung,
Und sagt: »Gewiß, er ist todt!«

 

Da sitzt eine weinende Mutter,
Und schluchzet laut: »Gott helf'!
»Er hat sich angemeldet:
»Die Uhr bleib steh'n um Elf!«

 

Da starrt ein blasses Mädchen
Hinaus in's Dämmerlicht:
»Und ist er dahin und gestorben,
»Meinem Herzen stirbt er nicht!« -

 

Drei Augenpaare schicken,
So heiß es ein Herz nur kann,
Für den armen, todten Soldaten
Ihre Thränen zum Himmel hinan.

 

Und der Himmel nimmt die Thränen
In einem Wölkchen auf,
Und trägt es zur fernen Aue
Hinüber im raschen Lauf;

 

Und gießet aus der Wolke die Thränen
Auf's Haupt des Todten als Thau,
Daß er unbeweint nicht liege
Auf ferner, fremder Au.

Free counters!