Hans-Joachim Marseille - Der Stern von Afrika
Kometengleich stieg er über der Wüste empor, schwang sich in den Himmel, warf sich jeden Gegner entgegen: Hans-Joachim Marseille, Flugzeugführer und später Staffelkapitän im Jagdgeschwager 27 der deutschen Luftwaffe
Er errang die höchsten deutschen Tapferkeitsauszeichnungen und nur er und Joachim Müncheberg bekamen die goldene italienische Tapferkeitsmedaille (Medaglia d'Oro), die höchste Auszeichnung Italien verliehen.
Generalfeldmarschall Erwin Rommel, der "Wüstenfuchs", erwies ihm eine besondere Ehre, indem er bei Marseilles Besuch im Hauptquartier der Panzerarmee Afrika seinen besten Rock anzog.
Allein vom 1. bis zum 30. September 1942 überwand er 58 feindliche Flieger. Am 30. September 1942 schlug seine letzte Stunde. Vom Gegner unbesiegt, mußte er mit seiner gelben 14 untergehen. Er konnte die mit Motorschaden abstürzende Maschine noch verlassen, prallte aber gegen das Leitwerk, wurde bewußtlos und konnte die Reißleine seines Fallschirms nicht mehr ziehen.
Erfüllt von unbändigen Angriffsgeist hatte Marseille am Ende 158 britische Gegner besiegt.
Als er auf dem Ehrenfriedhof von Derna zur letzten Ruhe gebettet wurde, flogen seine Staffelkameraden in Ehrenformation über seinem Grab und gaben ihn so das letzte Geleit. Der donnernde Sang der Motoren war das Requiem für ihren "Jochen".
Quelle: Auszug aus "Hans-Joachim Marseille" von Franz Kurowski
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Flugzeuge und Piloten 1914 - 1945